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Ursachen: Wie es zu SLAP-Läsionen kommt

Die Abkürzung SLAP steht für „Superior Labrum Anterior to Posterior“ – eine Läsion der oberen Gelenklippe von vorne nach hinten. Das Labrum stabilisiert mitunter das Schultergelenk und dient als Ansatzpunkt der langen Bizepssehne.

Beim Handball entstehen SLAP-Läsionen häufig durch:

Besonders gefährdet sind Spielerinnen und Spieler mit hoher Wurfbelastung.

Symptome: Woran erkennt man SLAP-Läsionen?

SLAP-Läsionen verursachen häufig unspezifische Beschwerden, die sich schleichend entwickeln können. Typische Symptome sind:

Oft treten die Beschwerden zunächst nur unter sportlicher Belastung auf und verstärken sich im Verlauf.

Diagnostik: So werden SLAP-Läsionen festgestellt

Die Diagnostik beginnt mit einem ausführlichen Gespräch über Trainingsumfang, Wurfbelastung und den Schmerzverlauf. Anschließend erfolgt eine klinische Untersuchung mit speziellen Provokationstests, die Hinweise auf eine Labrumverletzung geben können.

Da SLAP-Läsionen klinisch schwer sicher zu erkennen sind, spielt die Bildgebung eine zentrale Rolle. Häufig wird eingesetzt:

Wichtig ist die Abgrenzung zu anderen Schulterverletzungen wie Rotatorenmanschettenproblemen oder Instabilitäten.

Therapie: Behandlung von SLAP-Läsionen

Die Behandlung richtet sich nach Ausmaß der Läsion, Beschwerden und sportlichem Anspruch.

Konservative Therapie ist bei vielen Fällen zunächst möglich, insbesondere bei Teilverletzungen oder moderaten Beschwerden. Sie umfasst:

Wenn die Beschwerden trotz konsequenter Therapie bestehen bleiben oder eine ausgeprägte Instabilität vorliegt, kann eine operative Versorgung notwendig werden. Diese erfolgt meist arthroskopisch, z. B. durch:

Da die Struktur jedoch schlecht durchblutet und so die Heilungstendenz verringert ist erfolgt bei älteren und normal sportlich aktiven Menschen meist die Versetzung er langen Bizepssehne an den Oberarmkopf ( Bizeps-Tenodese)

Nachsorge und Rehabilitation

Nach einer SLAP-Verletzung ist eine strukturierte Rehabilitation entscheidend. Die Nachsorge umfasst:

Die Rückkehr zum Handball erfolgt je nach Schweregrad und Therapieform meist erst nach mehreren Monaten. Eine zu frühe Belastung kann das Risiko erneuter Beschwerden erhöhen.

Fazit

SLAP-Läsionen sind typische Schulterverletzungen im Handball, insbesondere bei Spielerinnen und Spielern mit hoher Wurfbelastung. Eine frühzeitige Diagnostik, gezielte Therapie und konsequente Nachsorge sind entscheidend, um Schmerzen zu reduzieren, die Schulter zu stabilisieren und eine sichere Rückkehr in den Sport zu ermöglichen.