Künstliches Hüftgelenk oder Hüftendoprothese
Die häufigste Ursache für Hüftschmerzen mit zunehmendem Lebensalter ist der Verschleiß des Gelenkknorpels, auch Coxarthrose genannt. Die Hüftendoprothese ist bei nachgewiesenem Hüftverschleiß, bei ausgeschöpfter konservativer Therapie sowie weiterhin bestehendem Leidensdruck eine sehr erfolgreiche Therapieoption.
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Weitere Ursachen
Die Abnutzung des Gelenkknorpels kann neben der rein altersbedingten Degeneration auch Folge von Fehlstellungen, Unfällen, Durchblutungsstörungen, Infektionen, Stoffwechselerkrankungen, z.B. Gicht, oder rheumatischen Erkrankungen sein.
Andere Ursachen für Hüftschmerzen können Sehnenreizungen, Schleimbeutelentzündungen, Probleme mit dem Kreuzdarmbeingelenk (ISG) und Gelenkentzündungen, medizinisch Arthritis, sein.
Symptome
Die Hauptsymptome sind Schmerzen und / oder eine Veränderung des Gangbildes (Hinken). Die Arthrose mit anfangs belastungsabhängigen Schmerzen kann sich im fortgeschrittenen Stadium auch durch Ruheschmerzen bemerkbar machen. Aufgrund der langsam zunehmenden Einsteifung wird es schwieriger an die Füsse zu kommen (Strümpfe anziehen, Nägel schneiden).
Albertinen EndoProthetikZentrum
Das hochspezialisierte Team des Albertinen EndoProthetikZentrums erstellt eine ausführliche Diagnose und einen individuell auf Ihre Bedürfnisse abgestimmten Behandlungsplan. Alle Informationen zu den verschiedenen Arten von künstlichen Hüftprothesen, den Operationsmethoden und der Nachsorge erhalten Sie auf der
Webseite des Albertinen EndoProthetikZentrums
Auch bei defekten künstlichen Hüftgelenken stehen Ihnen die Spezialistinnen und Spezialisten des Albertinen EndoProthetikZentrums zur Seite. Alle Informationen zum Hüftendoprothesenwechsel sind auf der Webseite übersichtlich und verständlich zusammengefasst.
Diagnostik
Für die Diagnose der Arthrose reichen die klinische Untersuchung und ein Röntgenbild. Im Anfangsstadium kann bei Durchblutungsstörungen im Hüftkopf (Hüftkopfnekrose) und Gelenkentzündungen auch zusätzlich ein MRT bzw. Kernspin notwendig sein. Bluttests und Gelenkpunktate können Aufschluss über Infektionen, Stoffwechsel- oder rheumatische Erkrankungen geben.
Therapie
Zunächst werden in Abhängigkeit von der Diagnose konservative Therapien wie Medikamentengabe, z.B. NSAR, Kortison oder Hyaluronsäure, Krankengymnastik, physikalische Therapie oder Akupunktur eingesetzt. Sollten es durch diese Therapien nicht mehr gelingen eine ausreichende Beschwerdelinderung zu erreichen oder werden z. B. die Medikamente nicht mehr vertragen und ist die Schmerzursache die fortgeschrittene Gelenkschädigung, dann ist der Zeitpunkt für die operative Therapie durch die Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes, der Hüftendoprothese, gekommen.
Die Implantation eines künstlichen Hüftgelenkes ist die erfolgreichste Gelenkersatzoperation aller Gelenke. Die Fixationsart und Größe richtet sich nach verschiedenen Faktoren wie dem Lebensalter, der Knochenqualität oder möglichen Allergien. Verwendet werden zumeist moderne knochensparende Titan-Implantate mit nahezu abriebfreien Kunststoffen. Das künstliche Gelenk wird je nach Knochenqualität zementfrei, teil- oder vollzementiert implantiert.
Bei den von uns verwendeten hochwertigen Gelenkimplantaten wird bereits bei der Operation darauf geachtet, möglichst gewebeschonend zu arbeiten. Ziel ist es, sowohl mit möglichst wenig Ersatz des eigenen Gewebes ein möglichst optimales Ergebnis zu erzielen, als auch ein Prothesensystem zu verwenden, welches sich bei Bedarf gut auswechseln lässt.
Welche Rehamaßnahmen erfolgen nach der OP des künstlichen Hüftgelenks?
Die Mobilisation beginnt noch am OP-Tag. In der Regel dürfen die Implantate sofort voll belastet werden, so dass unsere Patienten frühzeitig wieder ohne Gehhilfen laufen können. Der stationäre Aufenthalt beträgt etwa eine Woche. Im Anschluss folgt eine zwei- bis dreiwöchige stationäre oder auch ambulante Rehabilitation, die vom hauseigenen Reha-Service vermittelt wird, ggf. kann auch eine geriatrische Komplexbehandlung in Anspruch genommen werden.
Fragen & Antworten zur Hüftprothesen-Operation
Der ideale Zeitpunkt ist erreicht, wenn die Lebensqualität stark beeinträchtigt ist und konservative oder alternative Therapiemaßnahmen ausgereizt sind. Sie also aufgrund von Schmerzen und/oder Bewegungseinschränkungen im Bereich der Hüfte nicht mehr im gewünschten Maß am Leben teilnehmen können.
Der stationäre Aufenthalt beträgt in der Regel etwa fünf bis sieben Tage. Anschließend folgt meist eine ambulante oder stationäre Rehabilitation.
Vor einer geplanten Operation für eine künstliches Hüftgelenk erfolgen ein persönliches Aufklärungsgespräch sowie ausführliche Untersuchungen. Dabei werden der Ablauf des Eingriffs, die Narkose, mögliche Risiken sowie die Nachbehandlung ausführlich erläutert.
Grundsätzlich ist es in den allermeisten Fällen von Vorteil, das Hüftgelenk möglichst mobil und die Muskulatur fit zu halten. Auch vorbereitende Maßnahmen für die Zeit nach der Hüftoperation, wenn noch Einschränkungen der betroffenen Hüfte bestehen, sind sinnvoll. Wir beraten Sie hierzu gerne im Rahmen der Sprechstunde und können gegebenen falls auch einzelne Dinge mit unserem Sozialdienst vorab organisieren.
Die Entscheidung ist immer individuell und sollte in Absprache mit Ihren Behandlern erfolgen. In den meisten Fällen ist das Autofahren sechs bis acht Wochen nach der OP wieder möglich.
Fachübergreifende Zusammenarbeit
Hervorzuheben ist die hohe kardiologische und neurologische Expertise durch die benachbarten Fachabteilungen. Dieses ermöglicht uns auch operative Eingriffe bei älteren bis sehr alten Patienten mit Begleiterkrankungen durchzuführen, die bis vor wenigen Jahren noch nicht hätten operiert werden können. Auch Wechseloperationen bei Verschleiß oder Lockerung eines einliegenden Hüftgelenkersatzes können so noch im hohen Alter durchgeführt werden.