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Ursachen: Wie es beim Handball zu Platzwunden im Gesicht kommt

Der direkte Kontakt im Zweikampf mit Gegenspielern und -spielerinnen und dem Ball ist die häufigste Ursache für Platzwunden im Gesicht. Dabei sind vor allem die Stirn, die Augenbraue, das Kinn oder das Jochbein betroffen. Durch die stumpfe Gewalteinwirkung, zum Beispiel bei Zusammenstößen mit den Gegenspielern (z.B. Ellenbogenkontakt, Kontakt mit dem Kopf oder der Schulter), Stürzen auf den Hallenboden oder Treffer durch den Ball aus kurzer Distanz kann die Haut aufreißen.

Symptome: Woran erkennt man Platzwunden?

Platzwunden sind meist sofort erkennbar und zeigen sich durch:

Diagnostik: So werden Platzwunden festgestellt

Meist handelt es sich bei der Diagnose um eine Blickdiagnose. Eine genaue Beurteilung der Wunde nach entsprechender Wunddesinfektion beinhaltet die Begutachtung der Größe der Wunde und ob die Beteiligung begleitender Strukturen (z.B. Muskeln, Nerven, größere Gefäße) vorliegt. Ebenso gehört eine orientierende körperliche Untersuchung dazu, bei der nach Hinweisen auf eine Gehirnerschütterung (z.B. Bewusstseinsstörungen, Erbrechen etc.) oder einer knöchernen Verletzung (z.B. Jochbeinbruch) geschaut werden sollte. Bei Bedarf können dann bildgebende Verfahren wie Röntgen, CT oder MRT sinnvoll sein.

Therapie: Behandlung von Platzwunden

Die Behandlung der Wunde ist abhängig von Größe, Tiefe und Lokalisation. Insbesondere im Gesicht spielt die Ästhetik eine große Rolle, da auffällige Narben möglichst vermieden zu vermeiden sind. Grundsätzlich ist jede Wunde gründlich zu reinigen und desinfizieren und auf Tiefe und Begleitverletzungen zu untersuchen.

Je nachdem, wie sich die Wunde präsentiert, kann diese mit Klammerpflastern, Sprühpflaster, Wundkleber oder einer feinen Naht behandelt werden. Zusätzlich wird der Tetanusschutz überprüft und, sollte er mehr als 10 Jahre zurückliegen, mit einer Impfung ausgefrischt.

Nachsorge von Platzwunden

Während der Körper die Wunde heilt, sollte diese möglichst sauber und trocken gehalten werden. Es empfiehlt sich, sich körperlich zu schonen und erneute Belastungen oder schweißtreibenden Sport zu vermeiden. Sollten Entzündungszeichen wie Rötung, Schwellung oder zunehmende Schmerzen oder Eiterbildung auftreten, sollte eine zeitnahe ärztliche Vorstellung erfolgen. Im Falle einer Naht werden die Fäden in der Regel nach 5-7 Tagen gezogen.

Fazit

Platzwunden im Gesicht beim Handballspielen sind häufig, sehen oft aufgrund der starken Blutung dramatisch aus, lassen sich jedoch durch eine fachgerechte Versorgung gut und schnell behandeln. Die richtige Ersteinschätzung, präzise Wundversorgung und die konsequente Nachsorge sind die entscheidenden Pfeiler für einen komplikationsfreien Heilungsverlauf.