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Ursachen

Der Meniskus besteht aus zwei halbmondförmigen Knorpelscheiben im Kniegelenk. Er wirkt als Stoßdämpfer, stabilisiert das Gelenk und verteilt die Belastung gleichmäßig. Beim Handball entstehen Verletzungen meist durch eine Kombination aus Beugung und Drehbewegung unter Belastung.

Typische Auslöser sind:

Da es bei jeder Meniskusverletzung auch eine mögliche Bandverletzung v.a. der Kreuz- und Seitenbänder sorgfältig abgeklärt werden.

Neben akuten Rissen können auch degenerative Veränderungen entstehen, wenn der Meniskus durch wiederholte Belastung langfristig überbeansprucht wird.

Symptome

Die Beschwerden hängen von Art und Ausmaß der Verletzung ab. Häufig treten sie plötzlich während einer Spielaktion auf.

Typische Anzeichen sind:

Bei kombinierter VKB-Verletzung berichten Betroffene häufig über ein Wegknicken des Knies.

Diagnostik

Die Diagnostik beginnt mit einer ausführlichen Befragung zum Verletzungsmechanismus und den aktuellen Beschwerden. Anschließend erfolgt eine klinische Untersuchung mit speziellen Tests für Meniskus- und Bandstrukturen.

Zur Sicherung der Diagnose wird in der Regel eine MRT-Untersuchung durchgeführt. Sie ermöglicht die genaue Darstellung von Meniskus, Kreuzbändern und weiteren Gelenkstrukturen. Gerade im Handball ist die Abklärung einer möglichen Kombinationsverletzung entscheidend für die weitere Therapieplanung.

Therapie

Die Behandlung richtet sich nach Lage, Größe und Stabilität des Risses sowie nach dem sportlichen Anspruch der Patientinnen und Patienten.

Bei kleineren, stabilen Rissen ist eine konservative Therapie möglich mit:

Bei größeren oder mechanisch blockierenden Rissen sowie bei kombinierten Verletzungen ist häufig eine arthroskopische Operation (Gelenkspiegelung) erforderlich. Ziel ist dabei möglichst der Erhalt des Meniskus durch Naht. Ist dies nicht möglich, wird der geschädigte Anteil schonend entfernt. Bei zusätzlichem VKB-Riss kann eine kombinierte operative Versorgung notwendig sein.

Nachsorge und Rehabilitation

Eine strukturierte Rehabilitation ist entscheidend für die Rückkehr in den Sport. Sie umfasst:

Die Dauer der Sportpause variiert je nach Verletzung und Therapieform.

Fazit

Meniskusschäden sind im Handball häufig und treten nicht selten gemeinsam mit einem vorderen Kreuzbandriss auf. Eine frühzeitige Diagnostik, individuell angepasste Therapie und konsequente Rehabilitation sind entscheidend, um die Kniegelenksfunktion wiederherzustellen und langfristige Folgeschäden zu vermeiden.