
Lendenwirbelsäulenbeschwerden beim Handball
Lendenwirbelsäulenbeschwerden gehören zu den häufigsten orthopädischen Problemen bei Handballspielerin Handballspielern. Sprünge, schnelle Richtungswechsel, abruptes Abbremsen und kraftvolle Wurfbewegungen stellen eine Belastung für den unteren Rücken dar. Beschwerden entstehen häufig durch eine Überbelastung oder funktionelle Störungen.
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Symptome
Häufig treten belastungsabhängige dumpf oder stechende Schmerzen im unteren Rücken auf.
- Eingeschränkte Beweglichkeit beim Bücken, Drehen oder Strecken
- Muskelverspannungen im Lendenbereich
- Schmerzen beim Laufen, Springen oder Werfen
- Ausstrahlende Schmerzen im Gesäß oder Beine
- Unter Umständen Kribbeln oder Taubheitsgefühle
Diagnostik
Zunächst sollten Beginn, Intensität und genaues Beschwerdebild (Schmerz, Ausstrahlung? Dauer? Begleiterscheinungen?) erfragt werden. Anschließend erfolgt eine körperliche Untersuchung, bei der Haltung begutachtet und die Beweglichkeit geprüft werden. Gezielte Funktionstests erlauben häufig eine genaue Lokalisation der betroffenen Muskelgruppen. Bei unklaren Beschwerden oder neurologischen Ausfällen kann ergänzend ein Röntgen oder MRT erfolgen.
Therapie
Welche Therapie für die Situation angebracht ist, richtet sich nach den Ursachen und dem Schweregrad der Beschwerden. In den meisten Fällen stehen konservative Maßnahmen im Vordergrund. Hierzu wir hören Physiotherapie zur Mobilisation und Stabilisation, gezieltes Krafttraining des Rumpfes sowie schmerzlindernde Medikamente bei Bedarf. Wichtig ist auch eine Anpassung der Trainingsbelastung, um eine Verstärkung der Beschwerden zu vermeiden. In seltenen Fällen, zum Beispiel bei ausgeprägten Bandscheibenvorfällen und ausbleibender Beschwerdebesserung durch konservative Maßnahmen, kann eine Operation notwendig werden.
Nachsorge
Um Rückfälle zu vermeiden, sollte neben einem Techniktraining auch das gezielte Krafttraining unter Einhaltung ausreichender Regenerationsphasen erfolgen. Dana Mobilisationsübungen sollten sich dabei nicht nur auf den unteren Rücken beschränken, sondern auch beispielsweise die Hüfte und das Becken miteinschließen.