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Ursachen: Wie kommt es zur Achillessehnenruptur?

Die Achillessehne ist die stärkste Sehne des menschlichen Körpers. Sie verbindet die Wadenmuskulatur (Musculus gastrocnemius und soleus) mit dem Fersenbein (Calcaneus) und überträgt enorme Kräfte beim Springen, Sprinten und Abdrücken und sorgt dafür, dass wir uns auf die Zehenspitzen stellen können.

Im Handball wirken bei schnellen Richtungswechseln, abrupten Stopps und plötzlichen Sprüngen enorme Zugkräfte auf die Sehne. Eine Ruptur entsteht meist durch:

Symptome: Typische Anzeichen einer Achillessehnen- (Teil-)Ruptur

Die Symptome treten meist plötzlich und deutlich auf:

Bei einer Teilruptur sind die Schmerzen oft weniger stark ausgeprägt, die Funktion ist jedoch ebenfalls eingeschränkt.

Diagnostik: So wird die Achillessehnenverletzung festgestellt

Die Diagnose erfolgt meist schon durch die klinische Untersuchung:

Zur Bestätigung und Beurteilung des Rissausmaßes wird eine Sonographie (Ultraschalluntersuchung) durchgeführt. In unklaren Fällen oder bei Teilrupturen kann zusätzlich eine MRT-Untersuchung sinnvoll sein.

Therapie: Konservativ oder operativ

Die Behandlung richtet sich nach dem Ausmaß der Verletzung, dem Aktivitätsniveau und dem Alter der betroffenen Person.

Konservative Therapie:
Bei Teilrupturen oder bei vollständigen, aber stabilen Rissen kann eine funktionelle konservative Therapie erfolgen.

Operative Therapie:
Bei sportlich aktiven Personen, insbesondere im Handball, wird häufig eine operative Naht der Sehne empfohlen.

Nachsorge und Rehabilitation

Die Rehabilitation ist entscheidend für den langfristigen Erfolg:

Wichtig ist Geduld – eine zu frühe Rückkehr ins Training erhöht das Risiko für erneute Verletzungen.

Zur Prävention gehören:

Fazit

Eine Achillessehnenruptur ist im Handball eine ernstzunehmende, aber gut behandelbare Verletzung.

Mit schneller Diagnose, individuell angepasster Therapie und konsequenter Rehabilitation lässt sich die volle Belastbarkeit meist wieder erreichen. Geduld und gezieltes Training sind der Schlüssel, um sicher und leistungsfähig aufs Spielfeld zurückzukehren.