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Lebermetastasen

Knoten in der Leber, gestreut von einem Dickdarmkrebs, sollten heutzutage operiert werden. Das ist nicht möglich, wenn es zu viele sind und nicht sinnvoll, wenn man aus technischen Gründen keine vollständige OP gewährleisten kann, und es ist Unsinn, dem Patienten einen Eingriff an der Leber zuzumuten, wenn man vorher weiß, dass Metastasen in anderen Organen weiterwuchern. Aber wir werden wissen wollen, ob nicht doch eine Chance besteht, durch vorzugsweise eine Operation, vielleicht aber auch eine Kombination mit anderen Methoden, die Leber metastasenfrei zu bekommen. Der Grund: Hiermit würde sich eine reelle Chance auf Heilung verbinden.

Lungenmetastasen

Bei Metastasen in diesem Organ verhält es sich ganz ähnlich wie mit denen in der Leber: Manchmal kann man ohne zu großen Verlust an gesundem Gewebe die Metastasen aus der Lunge entfernen und hierdurch Chancen auf Heilung wahren. Diese Eingriffe können häufig auch in minimal invasiver Technik („Schlüsselloch-Chirurgie“) vorgenommen werden.

Chemotherapie

Nicht immer können operative Methoden Tumorfreiheit erreichen. Dann wird man über sogenannte systemische Behandlungen nachdenken müssen: Medikamente verteilen sich mit dem Blut und erreichen daher ausgedehnte Metastasierungen besser. Es gibt verlässliche Statistiken, dass mit Hilfe von geschickt eingesetzten Chemotherapien Patienten mit metastasiertem Darmkrebs im Schnitt mehrere Jahre an Lebenszeit gewinnen können. Diese Therapien sind nicht nebenwirkungsfrei und kein seriöser Onkologe wird sie schönreden. Dennoch: Die Zeiten, in denen Patienten auf jeden Fall fürchten mussten, dass Chemotherapie nur Glatze und dauerndes Erbrechen bedeuten würde, sind vorbei. Die Situation ist unübersichtlicher und das Spektrum sowohl an Medikamenten, als auch an Wirkmechanismen, aber auch an Nebenwirkungen ist breiter und vielfältiger geworden durch die modernen Entwicklungen. Insgesamt jedoch ist die Verträglichkeit besser geworden und in der Bilanz gewinnen Patienten lange und wertvolle Zeiträume mit akzeptablen Nebenwirkungen und viel besserer Lebensqualität.

Chemotherapien erfolgen in der Regel ambulant, nur selten ist eine (dann meist nur anfängliche) stationäre Behandlung erforderlich. Das Albertinen-Krankenhaus kooperiert eng mit der onkologischen Praxis Dres. Müller-Hagen, Bertram und Kollegen, weil dort Patienten aus dem Hamburger Nordwesten wohnortnah versorgt werden. Der Einzugsbereich des Krankenhauses ist aber weit größer und wir legen erheblichen Wert darauf, dass Patienten mit einer Empfehlung zur Weiterbehandlung entlassen und dann wohnortnah weiterbehandelt werden.